Aktuelles / Informationen

Aktuelle Rechtsprechung


Hier präsentieren wir Ihnen in regelmäßigen Abständen Aktuelles und Neuigkeiten aus der höchstrichterlichen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG), Bundesgerichtshofs (BGH), Bundesarbeitsgerichts (BAG), Bundesfinanzhofs (BFH), Bundessozialgerichts (BSG) und Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG). Auch über besonders wichtige Instanz-Rechtsprechung in unseren Tätigkeitsschwerpunkten werden Sie hier unterrichtet.

  • Berücksichtigung von Leiharbeitnehmern

    Der Zweite Senat des Bundesarbeitsgerichts hat den Gerichtshof der Europäischen Union um die Beantwortung von Fragen zur Auslegung über Massenentlassungen ersucht. Der EuGH soll entscheiden, ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen Leiharbeitnehmer bei der Bestimmung der Zahl der in einem Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer zu berücksichtigen sind (BAG vom 16. November 2017 - 2 AZR 90/17 (A)).

  • Ausdehnung der Verjährung von Vermieteransprüchen

    Der Bundesgerichtshof hat sich in dieser Entscheidung mit der Frage befasst, ob ein Vermieter die sechsmonatige Verjährung seiner gegen den Mieter gerichteten Ersatzansprüche nach Rückgabe der Mietsache durch formularvertragliche Regelungen (Allgemeine Geschäftsbedingungen) verlängern kann; derartige Klauseln sind in Formularverträgen im Wohnraummietrecht weit verbreitet. Der BGH kam zu dem Ergebnis, dass eine solche Klausel unwirksam ist (BGH vom 8. November 2017 - VIII ZR 13/17).

  • Überlange Kündigungsfristen

    Wird die gesetzliche Kündigungsfrist für den Arbeitnehmer in Allgemeinen Geschäftsbedingungen erheblich verlängert, kann darin auch dann eine unangemessene Benachteiligung entgegen den Geboten von Treu und Glauben im Sinn von § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB liegen, wenn die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber in gleicher Weise verlängert wird (BAG vom 26. Oktober 2017 - 6 AZR 158/16).

  • Betriebliches Eingliederungsmanagement

    Die Durchführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements ist keine formelle Voraussetzung für die Wirksamkeit einer Versetzung. Dies gilt auch in den Fällen, in denen die Anordnung des Arbeitgebers (auch) auf Gründe gestützt wird, die im Zusammenhang mit dem Gesundheitszustand des Arbeitnehmers stehen (BAG vom 18. Oktober 2017 - 10 AZR 47/17).

  • Verspätung des angebotenen Ersatzfluges

    Der Bundesgerichtshof entschied, dass eine Fluglinie auch dann eine Ausgleichszahlung nach der Fluggastverordnung zu leisten hat, wenn die Fluglinie dem Fluggast zwar einen Ersatzflug anbot, dieser aber verspätet eintraf (BGH vom 10. Oktober 2017 - X ZR 73/16).

  • Besondere Sorgfalt bei Mietkündigung

    Der Bundesgerichtshof hat sich in dieser Entscheidung mit der Frage befasst, unter welchen Voraussetzungen die Kündigung eines Wohnraummietverhältnisses wegen beabsichtigter wirtschaftlicher Verwertung des Grundstücks nach § 573 Abs. 2 Nr. 3 BGB - hier zur Erweiterung eines benachbarten Modehauses - wirksam ist (BGH vom 27. September 2017 - VIII ZR 243/16),

  • Mindestlohn und Feiertagsvergütung

    Die Höhe der Entgeltfortzahlung an Feiertagen bestimmt sich - soweit kein höherer tariflicher oder vertraglicher Vergütungsanspruch besteht - nach § 2 EFZG iVm. § 1 MiLoG. Sieht ein Tarifvertrag einen Nachtarbeitszuschlag vor, der auf den tatsächlichen Stundenverdienst zu zahlen ist, ist auch dieser mindestens aus dem gesetzlichen Mindestlohn zu berechnen (BAG vom 20. September 2017 - 10 AZR 171/16).

  • Fluggastrechte bei "Wet Lease"

    Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der Anspruch auf Ausgleichsleistung nach der Fluggastrechteverordnung nicht gegenüber dem Luftfahrtunternehmen, dessen Flugzeug und Besatzung aufgrund einer "Wet-Lease-Vereinbarung" eingesetzt wurden, geltend zu machen ist, sondern gegenüber dem Luftfahrtunternehmen, bei dem der Fluggast den Flug gebucht hat (BGH vom 12. September 2017 - X ZR 102/16, X ZR 106/16).

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